Ich bin neu hier und möchte mich gerne vorstellen. Ich bin der Jürgen und mit 68 Jahren schon erschreckend alt, obwohl ich mich eigentlich noch fit fühle
Ich bin mit Unterbrechungen immer Motorrad gefahren. Mein erstes richtiges Motorrad war die BMW 750/5, die ich schon 1 Jahr vor meiner Führerscheinaushändigung besaß. Konnte es nicht abwarten! Später hatte ich eine Guzzi Le Man, die viele Umbauten erfahren hatte. Als die Kinder kamen, bauten wir ein Wohnmobil und da musste dann auf einem Heckträger ne kleine Honda XL 500 zum Brötchenholen herhalten.
Nach einer längeren Pause hab ich es mit diversen anderen kleinen Moppeds versucht, die mir aber keinen Spaß gemacht haben.
Und nach langer Zeit habe ich mir meinen ewigen Wunsch nach einer Ducati erfüllt und mit eine 748 gekauft, in die ich noch sehr viel Zeit reingesteckt habe, sodass sie besser aussah als frisch aus dem Werk. Musst sie leider nach ca. 8 Jahren aus gesundheitlichen Gründen unter Tränen verkaufen.
Und nun? Meinem Alter entsprechend möchte ich mir ein altes Mopped kaufen. Und so kam ich auf die Horex Regina, die mir sehr gut gefällt.
Daher würde es mich sehr freuen, wenn ich von euch etwas Unterstützung bekäme.
Ist es besser, eine Regina 350 aus 1953 zu nehmen wegen Detailverbesserungen zur 1950er? Worauf muss ich beim Kauf achten? Gibt es Schwachstellen?
Habt ihr ggf. jemanden, der eine Regina im TOP-Zustand verkaufen will?
na dann mal viel Erfolg bei der Suche. Die Frage der Schwachstelle der Horex-Regina ist einfach beantwortet. Es ist und bleibt ein Motorrad mit durchschnittlich über 70 Jahren in den "metallischen" Knochen. Ein Erwerb findet meistens auf Basis Privatverkauf statt, somit sind Gewährleistungsansprüche eh vom Tisch. Auch komplett restaurierte Oldtimer können 50 km nach Eigentumsübergang liegen bleiben. Einen Oldtimer kaufen bedeutet auch das Risiko von Reparaturen mit eingehen. Das Gute an der Regina, einfache und beherrschbare Technik, gute Ersatzteilversorgung und es gibt u.a. in unserem Forum gute Infos und tolle Unterstützung. Was man mitbringen sollte ist ein wenig Mut zum "Schrauben" und was ich gelernt habe, Gelassenheit, wenn es mal nicht so läuft (fährt), wie man es gerne hätte. Bei meiner letzten Horextour mit gleichgesinnten Freunden (waren ca. 500 km in zwei Tagen), hab ich die Quote von Straßenrand-Reparaturen alleine auf mich genommen , aber es ging immer wieder weiter mit viel Spass. Manchmal hilft auch nur Draht.... Die Frage Regina 0 oder spätere Modelle ist neben der etwaigen Technikverbesserung auch eine Frage des Geschmackes. Die "Nuller" hat für mich die schönste Ausstrahlung, aber wie immer subjektive Meinung. Die Technik der Nuller ist bei ordentlicher Pflege, Wartung und Instandhaltung genau so zuverlässig wie spätere Modelle.
Horexgrüsse aus Baden-Baden Dietmar
Angefügte Bilder:
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Wenn schon Kettenriss,dann wird die Nockenwelle nicht mehr bewegt,also kann da keine Berührung Ventile/Kolben stattfinden. Aber ehrlich gesagt,habe noch keinen Kettenriss erlebt bei der Regina. Wenn das ein Thema ist,dann ist eine Regina 0 eine gute Wahl.
Ich denke, das ist so nicht ganz richtig. Wenn die Kette reißt, bleibt die Nockenwelle stehen. Da sie aber noch Schwung hat, bleibt sie möglicherweise bei offenem Ventil stehen. So kann der Kolben mit seinem auslaufendem Schwung auf offene Ventile schlagen. Dann wird es teuer. Das ist bei allen modernen meist hochverdichteten Fahrzeugen so, wo die Nockenwelle mittels Zahnriemen oder Kette angetrieben wird.
Bei alten Fahrzeugen, die einem langen Hub haben, gab es wohl so einige Freiläufer, wobei der Kolben im OT keine Chance hat, die Ventile zu erreichen.
interessante Diskussion. Meine Gedanken dazu: Die Ventilfeder haben ca.
• Vorspannung 38mm ca. 24Kg • Endspannung 29.5mm 58-60Kg (Horex sagt 62,5Kg) (aus altem Post) d.h. die freilaufende NW/Zahnrad wird hier freidrehend zwischen Motorgehäuse und Steuerdeckel nicht dagegen ankommen. Die Ventile werden sehr schnell geschlossen sein.Solange die Kette noch auf Zahnrad läuft (abwickelt) befindet sie sich ja noch im Normbetrieb, da passiert auch nichts. Die Gefahr ist doch eher, dass sich die abgewickelte Kette im Steuergehäuse unten so verkeilt, dass der Kurbeltrieb blockiert wird, sich dann auf der anderen Seite der Primärantrieb "bockig" den Zustand nach hinten auf das Getriebe weitergibt und das Hinterrad blockiert.
schön das du auch in den erlesenenen Kreis der HOREX Fahrer aufsteigen möchtest . Ein Top Fahrzeug was 70 Jahre auf dem Buckel halt mal eben so zu kaufen ist nicht einfach . Viele Fahrzeuge werden von Erben angeboten die nur sagen können das der vertorbene Opa alles immer ganz prima in Ordnung gehalten hat . Das ist Lotto wenn man den Vorbesitzer nicht kennt .Auch eine Probefahrt ist nicht aussagekräftig wenn man nicht weiss wie sich eine gut laufende Regina anfühlt .Startvorgang , Schalten mit Schaltwippe auf der rechten Seite , Bremsen mit dem linken Fuß ist mit Sicherheit erstmal ungewohnt , es sei denn du hättest auch Engländer gefahren . Das beste ist Kontakt zu einem Horex Club in der Nähe aufnehmen wenn du etwas für dich interessantes gefunden hast . Dort wird sicherlich jemand bereit sein sich das Objekt mit anzuschauen . Zu dem Thema Freiläufer ist folgendes zu sagen : Der Ventiltrieb der alten Version ist wie folgt : Kurbelwelle zur tiefliegenden Nockenwelle über Kette ,von dort über Schlepphebel und Stößelstangen zu den Kipphebeln die auf die Ventile wirken .
Glückwunsch… kann man nicht meckern 😀 Hübsch nicht zu viel auf, fahr lieber, das macht riesigen Spaß. Ist kein Stehfahrzeug, die Regina will bewegt werden.
Moin Dadurch, dass sie so langsam vor sich hin tuckert wie ein Traktor bin ich geneigt, zu früh zu schalten und dann schiebt sie so komisch. Da sie ja keinen Drehzahlmesser hat, wüsste ich gerne, wie weit ihr die Gänge fahrt (in km/h), nur mal so als Anhaltspunkt.
Zu Luftdruck: Auf den Metzeler Reifen steht max. 40 PSI, das sind dann 2,7 bar. In der Anleitung stehen nur 1,3 vorne und 1,6 hinten. Was soll ich fahren?
Besten Dank Jürgen
Bei den nächsten Fragen mache ich ein neues Thema auf und geh aus der Empfangshalle raus. Gehört ja nicht hier rein
naja, vorab muss man daran denken, dass früher die Straßen wesentlich schlechter waren (frag mich gerade ob das stimmt ), daher war niedriger Reifendruck auch nützlich. (Bei Starrahmen und der Trapezgabel der alten SB 35 würde ich gegenüber den folgenden Werten auch heute noch runter gehen). Ich fahre meine Regina mit 1,8 vorne und 2,1 hinten und dies mit 83 kg.
Zur Fahrweise. Man fährt die Regina nach Gefühl, d.h. normales Schalten, keinesfalls zu untertourig. Mit 91,5 Hub ist die 350/400 nicht gerade für hohe Drehzahlen geeignet, da bringt die 250 mit 75 Hub schon mehr Stehereigenschaften mit. Am Berg kann man den 3. Gang schon mal stehen lassen, aber auch hier gilt, einfach mal in den 4. schalten, wenn es passt gut, ansonsten wieder in den 3.
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